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Warnzeichen im Kindergebiss erkennen

13 November, 2015

Warnzeichen im Kindergebiss erkennen

Kristine Bohr ist unsere Spezialistin für kleine Patienten.

Wir sind die Spezialisten in Stuttgart für die Behandlung von Funktionsstörungen. Besser als behandeln ist jedoch die Prävention, also die Vermeidung der Entstehung solcher Funktionsstörungen im Kindesalter. Seit Anfang September unterstützt uns Zahnärztin Kristine Bohr deshalb im Bereich der Kinderzahnheilkunde. Mit viel Gespür sensibilisiert sie die Eltern für erste Warnzeichen, die zu Fehlentwicklungen im Gebiss der Kinder führen können und nimmt sich für ihre kleinen Patienten extra viel Zeit. In unserem Kurzinterview möchten wir Ihnen unsere neue Behandlerin näher vorstellen.

Frau Dr. Bohr, wieso ist es so wichtig, Fehlentwicklungen im Gebiss bereits im Kindesalter zu korrigieren?

Schon heute knirschen viele Kinder mit den Zähnen und haben Kopf- und Spannungsschmerzen. Für eine notwendige kieferorthopädische Behandlung kommen die gesetzlichen Krankenversicherungen in der Regel aber erst ab einem Alter von zehn Jahren und nur bei sehr gravierenden Abweichungen vom Normgebiss für die Kosten auf. Doch das ist in manchen Fällen zu spät. Nur bei frühzeitigem Erkennen und Eingreifen kann verhindert werden, dass Probleme sich verstärken und mit der Zeit zu schwerwiegenden Fehlbissen führen, deren Behandlung dann oft nur noch mit Operationen im Erwachsenenalter möglich ist.

Die einzigartige Zusammenarbeit mit Kieferorthopäde Dr. Yukimitsu Miyakawa hier in der Gemeinschaftspraxis begeistert mich dabei ganz besonders. Gemeinsam gelingt es, frühzeitig die Kieferentwicklung zu beurteilen und rechtzeitig gegenzusteuern, um Fehlentwicklungen zu vermeiden.

Sie versuchen Eltern auf erste Anzeichen für eine Kieferfehlentwicklung hinzuweisen. Welche sind das?

Ein ständig offener Mund, Mundatmung oder Lutschen am Daumen oder Schnuller. Das alles führt dazu, dass der Oberkiefer sich nicht richtig entwickeln kann und damit nicht zum Unterkiefer passt. Fällt dies den Eltern auf, sollten sie einen Kinderzahnarzt aufsuchen.

Was unterscheidet die Arbeit einer Kinderzahnärztin von der eines Zahnmediziners, der Erwachsene behandelt?

Kinder sind keine „kleinen Erwachsenen“, wie es oft heisst, sondern eben Kinder und brauchen deshalb eine kindgerechte Betreuung. Meine wichtigste Aufgabe sehe ich darin, den kleinen Patienten die Scheu und manchmal schon vorhandene Angst vor dem Zahnarztbesuch zu nehmen und sie altersgerecht an die Behandlung beim Zahnarzt zu gewöhnen.

Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht die Information über die Entstehung von Karies, die Haupterkrankung der Zähne bei Kindern. Gemeinsam mit den Eltern erarbeiten wir Strategien, damit die Zähne ihrer Kinder gesund bleiben können.

Außerdem gilt: Je früher, desto besser. Wir bieten deshalb eine Schwangerenprophylaxe und die Beratung der Eltern schon vor dem Durchbruch der ersten Zähne im Alter von ungefähr einem halben Jahr an.

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrem Beruf?

Das sofortige Feedback, das ich täglich bei meiner Arbeit bekomme, ist für mich das schönste: Strahlende Kinderaugen und das ehrliche Dankeschön der Eltern. Das motiviert mich jeden Tag zu Höchstleistungen.

 

Kategorie: Kinderzahnheilkunde, Prophylaxe

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