Blog

Denn das Leben ist zum lächeln da.

Migräne, Tinitus und Rückenschmerzen haben ihren Ursprung oft im Gebiss.

31 März, 2015

Neue CMD-Diagnosemethode

Migräne, Tinitus und Rückenschmerzen haben ihren Ursprung oft im Gebiss.

Wir alle knirschen oder pressen mit den Zähnen und bauen dadurch Stress ab. Der Fachbegriff hierfür ist „Bruxismus" und ein natürlicher Vorgang, welcher uns in den Genen liegt: das limbische System, das im Gehirn unter anderem für die Verarbeitung von Emotionen zuständig ist, hat bei der embryonalen Entwicklung den ersten Kiemenbogen als Ursprung. Auf diesem befinden sich auch die genetischen Informationen für den Unterkieferkörper und die Kaumuskulatur.

Obwohl der Bruxismus als physiologische Funktion zu sehen ist, führt er zu teilweise massivem Verschleiß im Bereich des Schädels und der Wirbelsäule, wenn der Biss nicht stimmt oder eine Fehlstellung der Kiefergelenke vorliegt. Diese funktionelle Störung und ihre Folgephänomene bezeichnet man als Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD). Sie ist häufig der Auslöser für verschiedenartige Beschwerden wie Nackenverspannungen, schlechten Schlaf, Tinnitus oder Kopfschmerzen und Migräne und kann zudem durch extremen Abrieb zu einer dauerhaften Schädigung der Zähne führen.

Eine einheitliche CMD-Therapie gab es bisher nicht. Üblicherweise werden nur die Symptome behandelt: der Orthopäde verschreibt Krankengymnastik und der Zahnarzt gibt dem Patienten eine Schiene, die wie ein Stoßdämpfer die übermäßige Abnutzung der Zähne verhindern soll. Diese Schiene muss ständig, das bedeutet lebenslang, getragen werden - sie schützt, aber sie beseitigt nicht die Ursache der Beschwerden, eine fehlerhafte Lage der Kiefer zueinander.

Dr. Gerd Reichardt und Dr. Yukimitsu Miyakawa ist es inzwischen jedoch gelungen, eine wissenschaftlich nachgewiesene Methode zu entwickeln, mit der die optimale Unterkieferposition ermittelt werden kann. Zunächst wird die IST-Situation der Kiefer zueinander erfasst. Dann wird Mithilfe der Bruxchecker©, eingefärbter hauchdünner Folien, die nächtliche Knirschaktivität der betroffenen Patienten auf ihrer natürlichen Bezahnung und ihr individuelles Knirschmuster erfasst. Dies ermöglicht Rückschlüsse auf die Ursache.

Eine sich anschließende aufwendige Aufzeichnung und Analyse der Aktivität der Kaumuskulatur und der im Kiefergelenk stattfindenden Bewegungen ist, zusammen mit einer Wachstumsanalyse des Gesichtsschädels, die Basis für die Erstellung der sogenannten „diagnostischen Schiene". Sie wird individuell für jeden einzelnen Patienten konzipiert und enthält alle vorab gesammelten Informationen. Durch sie wird der natürliche Biss als beeinflussender Faktor ausgeschaltet und der Unterkiefer nimmt wie selbstverständlich seine muskulär entspannteste Position ein. Fehlkontakte werden in zwei bis drei Behandlungssitzungen korrigiert. Die neue Biss-Situation auf der Schiene und damit die gesamte Körperstatik werden so stabilisiert und verbessert.

Diese weiterentwickelte Methode der CMD-Therapie führt bei der überwiegenden Mehrzahl der Patienten zu einer schnellen Schmerzlinderung. Der wesentliche Vorteil dieser ursachengerichteten Methode von Dr. Reichardt und Dr. Miyakawa gegenüber bisherigen Schienenkonzepten ist darin zu sehen, dass der mittels diagnostischer Schiene erreichte positive Zustand in einem weiteren Behandlungsschritt durch kieferorthopädischer und/ oder prothetischer Maßnahmen mit vorhersagbar positivem Ergebnis so umgesetzt werden kann, dass der Patient auf das unbequeme Tragen der Schiene häufig verzichten kann.

 

 

Kategorie: CMD

13.07.18 Bruxismus

Kopf- und Kiefergesundheit stehen nach aktuellen Erkenntnissen in einem deutlichen Zusammenhang.

Kopf- und Kiefergesundheit stehen nach aktuellen Erkenntnissen in einem deutlichen Zusammenhang. Welche neurologischen Folgen Fehlstellungen im Kiefer haben können und wie Sie sich frühzeitig davor schützen können, erfahren Sie hier.

weiterlesenlesen

02.07.18 Gute Empfehlung in Stuttgart

FOCUS-Gesundheit zeichnet Dr. Reichardt 2018 erneut aus

Eine weitere Auszeichnung für Dr. Reichardt durch Focus-Gesundheit: Die renommierte Ärzte-Empfehlung des FOCUS-Magazins hat die Top-10 Zahnärzte im Stadtkreis Stuttgart gekürt.

weiterlesenlesen

15.06.18 Auch 2018 Deutschlands Top-Mediziner

der Ästhetischen Zahnheilkunde!

Auch im Jahr 2018 zählen wir zu Deutschlands Top-Medizinern der Ästhetischen Zahnheilkunde!

weiterlesenlesen

02.01.18 Unklare Schmerzen

Kieferprobleme bedingt durch Hormone

Was wünscht sich eine werdende Mutter am meisten? Richtig – ein gesundes Baby! Dafür kann sie selbst einiges tun, indem sie auf die eigene Gesundheit achtet. Vielen werdenden Mamis ist allerdings nicht bewusst, dass die Zähne dabei eine große Rolle spielen.

weiterlesenlesen

18.12.17 Prophylaxe in der Schwangerschaft

Stellen Sie die Weichen für die Zahngesundheit Ihres Babys

Was wünscht sich eine werdende Mutter am meisten? Richtig – ein gesundes Baby! Dafür kann sie selbst einiges tun, indem sie auf die eigene Gesundheit achtet. Vielen werdenden Mamis ist allerdings nicht bewusst, dass die Zähne dabei eine große Rolle spielen.

weiterlesenlesen

04.12.17 Oft Unterschätzt

Zahnfleischtaschen sind mitverantwortlich für langanhaltende Zahngesundheit

Haben Sie sich schon einmal mit Zahnfleischtaschen beschäftigt? Vermutlich eher nicht, da diese auch bei bester häuslicher Zahnhygiene gar nicht restlos zu reinigen sind. Das sollten Sie auch nicht versuchen. Lassen Sie nur die Prophylaxe-Fachkraft an die professionelle Reinigung Ihrer Zähne – kurz PZR – ran!

weiterlesenlesen

30.11.17 Ästhetik an dr Wand und en dr Gosch

Werkschau der Kunstsammlung des Gastrosophen Bernd Heidelbauer

So lautete der Text auf der Einladungskarte zu einer ungewöhnlichen Werkschau in einem außergewöhnlichen Ambiente. IHRE ZAHNÄRZTE LANDHAUSSTRASSE öffneten die Praxisräume am 10. November um die Kunstsammlung des Gastrosophen Bernd Heidelbauer in einem ganz besonderen Rahmen zu präsentieren.

weiterlesenlesen

09.10.17 Das Aus für Amalgam

Wir bieten zahlreiche hochwertige Alternativen

Bereits im 19. Jahrhundert wurde Amalgam zur Versorgung von Zahndefekten verwendet. Kein Wunder – war das Material doch preiswert, gut formbar, nach dem Aushärten stabil und recht langlebig. Längst jedoch sind Amalgamfüllungen in Verruf geraten, da sie neben Silber, Zinn, Kupfer, Indium, Zink auch das giftige Quecksilber enthalten.

weiterlesenlesen

25.09.17 Weisheitszähne

Wann ist eine Entfernung sinnvoll?

Die moderne Zahnheilkunde, die wir in der Praxis Landhausstrasse vertreten, ist bestrebt, alles zu tun, um die Zähne eines Patienten zu erhalten. Dafür setzen wir ausgereifte und wirkungsvolle Techniken wie die Wurzelkanalbehandlung oder die Füllungstherapie ein.

weiterlesenlesen